Beiträge

EMMA6 sind eine kleine Band, ein Trio. Eigentlich eine unmögliche Voraussetzung – nicht geschaffen für ein langes Auskommen miteinander. Denn nichts scheitert schneller als ein umherreisendes Dreibettzimmer. Da die Band aber den langen Weg aus der Kleinstadt Heinsberg im tiefsten Westen des Landes bis zur Veröffentlichung ihres ersten Albums ohne Auflösung überstanden hat, ist die härteste Hürde wohl schon genommen.

Melodie, neu und ungewohnt, du bist wofür es sich zu leben lohnt, singt Peter in Melodie und formuliert damit das Credo der Band. Seine Texte sind so wie die Musik der drei Anfangzwanzigjährigen: unaufgesetzt und klar.

Zusammen mit den Arrangements entstehen bei EMMA6 musikalische Bilder, wie man sie sich für ein Debütalbum wünscht. Soundtrack für dieses Jahr macht die Marschrichtung klar. Die Ballade Leuchtfeuer ist eine Liebeserklärung von solch schlichter melancholischer Eindringlichkeit, dass man selbst allein im stillen Kämmerlein noch nach der Wunderkerze greift. In Wie Immer heißt es: Und es ist wie immer, ist mein Leben ein Licht, ist Routine der Dimmer. Während man sich hier von der Nachdenklichkeit anstecken lassen kann, verleitet Was kann ich dafür, dass ich aus den 80ern bin? eher zum Schmunzeln. Eine wortwitzig ironisierende Abrechnung mit der sogenannten Gnade der späten Geburt: Apollo 11 ist zum Mond gestartet, keine Sau hat auf mich gewartet. Was kann ich dafür, dass ich aus den 80ern bin?!? Es geht um Woodstock, Roy Black, das Wembley-Tor und die Titanic. Ja, das kann man alles in einem Lied unterbringen!

EMMA6 gibt es mittlerweile seit 5 Jahren und in dieser Zeit haben die zwei Brüder und der beste Republik der Welt in unzähligen Clubs und auf der ein oder anderen großen Festivalbühne gespielt – zuletzt waren sie gemeinsam mit Wir sind Helden auf Tour. Stets in Personalunion als Band, Crew, Fahrer, Booker, Grafikdesigner, Tankwart und Märchenonkel. Sogar auf der Bühne scheint eine Aufgabe pro Person nicht genug: Peter spielt neben seinem Gesang auch seine knochige Jazzmaster-Gitarre und stampft derweil zwischen Zerrpedalen hin und her. Henrik, als Schlagzeuger ohnehin mit allen Vieren strampelnd, begleitet seinen großen Bruder engelsgleich durch das Gesangsmikro. Nur Dominik schien den Geschwistern am Bass mit zu wenig Arbeit und zu viel Auslauf versehen, so dass sich der Unglücksrabe plötzlich hinter einem tiefbratenden Moog-Synthesizer samt Fußorgel wiederfand. Das Leben ist kein Wellnessbereich.

Alles an dieser Band entspringt Herzenswünschen: die Zusammenarbeit der Band Silly mit ihrer neuen Sängerin Anna Loos, nach 14 Jahren endlich dieses Album zu machen, mit Fans diese fantastischen Konzertabende zu erleben – einfach alles. Und nun kommt die dritte Single-Auskopplung aus dem Platin Album. Der Titel "Erinnert" wurde gemeinsam mit Anna's Ehemann Jan Josef Liefers als Duett aufgenommen. Die Idee zu einem Duett entsprang einer alten privaten Wette von Anna Loos und Jan Josef Liefers und welcher Titel passt das besser als "Erinnert" –  ein Song der für die magischen Momente im Leben steht, an Begegnungen, die das Leben verändern können…

Zu dieser besonderen Duett-Single „Erinnert“ gibt es auch ein ganz besonderes Video. Der Regisseur – kein Geringerer als der deutsche Filmemacher Pepe Danquart, der für seine Arbeit bereits mit einem Oscar ausgezeichnet wurde – hat es geschafft, die Idee und Botschaft des Songs auf wundervolle Weise in stimmungsvolle Bilder und Szenen umzusetzen, so dass hier ein Kurzfilm mit besonderem Zauber entstanden ist. Protagonisten des Films sind neben Anna Loos und Jan Josef Liefers auch Uwe, Ritchie und Jäckie – die Bandmitglieder von Silly.

Die Weltpremiere des Videos in voller Länge findet heute um Punkt 12 Uhr zum einen auf der Homepage der Band http://www.silly.de und zum anderen auch auf myvideo.de statt.
Seit heute ist die Single exklusiv auf der Doppel-CD Silly „Alles Rot – Erinnert euch an Live“ überall im Handel erhältlich.

Der Berliner Postbahnhof gleichte am vergangenen Sonntag einer Sauna. Tausend glückliche und euphorische Gesichter blickten nach vorne und applaudierten ekstatisch für das zuvor Gesehene und Erlebte. Auf der Bühne im Scheinwerferlicht stand Axel Bosse inmitten seiner Band und verbeugte sich. Gezeichnet von den vergangenen Wochen, aber mit einer auf jeden im Saal übergreifenden Zufriedenheit und Glückseligkeit. In den vergangenen zwei Stunden wurde gemeinsam gelacht, getanzt, geträumt und gesungen.

Die Szenerie gleicht einem Déjà-vu. 24 Stunden zuvor – derselbe Ort, dieselbe Situation. Nur die tausend Gesichter waren andere. Es war der Tourabschluss der „Wartesaal“ – Tour 2011.
24 Tage zuvor machte sich Bosse nach eineinhalbjähriger Pause mit seinem neuen Album „Wartesaal“ (Chartposition 16) auf die Reise durch 16 Konzerthallen deutscher Städte.
Und es fühlte sich an, als habe Bosse die Bühnenabstinenz zum genau richtigen Zeitpunkt beendet.

Die Liste der ausverkauften Konzerte der „Wartesaal“ – Tour liest sich ebenso beeindruckend wie der gesamte Tourplan (Ticketauslastung 95%). Und in Rückblick auf diese 16 Städte kehrt bereits die Sehnsucht zurück. Unvergessliche, emotionale Abende und eine Konzertatmosphäre, die ihresgleichen sucht – egal ob in einem kleinen Club vor 500 Besuchern oder vor 1.600 jubelnden Fans wie in der Großen Freiheit in Hamburg.

Das ist der Grund, warum die „Wartesaal“ – Tour 2011 am 17. April noch lange nicht ihr Ende gefunden hat und aufgrund des großen Erfolges verlängert wird!

Ab dem 15. November geht Bosse erneut auf „Wartesaal“ – Tour und wird die Bühnen in 19 deutschen Städten erneut mit Leben füllen.

Es war ein erster sehr beachtlicher Erfolg, den Baschi mit seiner Debüt-Single „Unsterblich“ da hingelegt hat. Erinnern wir uns an die wunderschönen Szenen aus dem großen Kino-Blockbuster „Zweiohrküken“, die mit dem Song gleich noch romantischer wirkten.

Nun – bekommen wir endlich einen weiteren Leckerbissen des sympathischen Schweizer Burschen, der als der neue James Dean der Musik gehandelt wird – kein Wunder bei seinem Aussehen und der Mimik, die stark an den Frauenschwarm erinnert. Doch zurück zur Musik: Seine 2. Single „Irgendwie wunderbar“ aus seinem deutschen Debüt-Album „Auf großer Fahrt“ erscheint am 22. April. Der Song ist ein weiterer typischer Baschi-Song: gefühlvoll und leidenschaftlich zugleich – eine berührende, leichte Melodie getragen von einer außergewöhnlichen und starken Stimme. Baschi ist ein Ausnahmetalent in seiner Heimat, das hat er auch bei uns in Deutschland bereits einige Mal eindrucksvoll unter Beweis stellen könnten. Seine Songs schreibt der 24-Jährige selbst – zusammen mit seinem besten Freund Philippe Merk. Texte und Melodien sind ihm gleichermassen wichtig und auch die Geschichten, die er erzählt und dass es authentisch bleibt – so wie Baschi selbst auch ist: ehrlich, aufrichtig und jederzeit ein Mensch wie Du und ich. So „irgendwie wunderbar“ und so unberechenbar berechenbar – zerbrechlich und stark zugleich. Genau das verleiht Baschi diese einzigartige Aura, die nur wenige Künstler ausstrahlen.

Das Album „Auf grosser Fahrt“ steht ebenfalls in den Startlöchern und wird am 06. Mai erscheinen.

Nach dem Rückzug ins Private tritt Claudia Koreck wieder ins Rampenlicht. Alles ist echt und ehrlich auf ihrem dritten Album "Menschsein", das leichtfüßig und tiefgründig zugleich daherkommt. Es steckt kein Masterplan hinter den Stücken der bayerischen Songwriterin, nur einschneidende Erfahrungen. In ihren 24 Jahren hat Claudia viel erlebt und genau das spiegeln ihre Songs wieder: "Ich schreibe Lieder darüber, wie es mir gerade geht". Offenherzig, einfühlsam und ehrlich – das ist Claudia Koreck. Am 6. Mai wird "Menschsein" erscheinen.

Anlässlich der Album-Veröffentlichung haben sich Claudia und das Team von Amazon.de eine Aktion der besonderen Art ausgedacht: Gewinnen Sie jetzt 100 x 2 Tickets für das exklusive Amazon Newcomer-Konzert von Claudia Koreck in München! Am 2. Mai 2011 um 20.00 Uhr, vier Tage vor Veröffentlichung von "Menschsein", präsentiert Claudia Koreck ihr neues Album, und zwar im "Loft" in der Friedenstr. 22 in München. Sie können live dabei sein. Tickets gibt es nicht zu kaufen, sondern nur exklusiv bei Amazon.de zu gewinnen. Wie Sie am Gewinnspiel teilnehmen können? Folgen Sie dem unten stehenden Link und beantworten Sie bis zum 25. April 2011 die dort zu findende Frage. Mit etwas Glück gewinnen Sie zwei von insgesamt 200 Gästelistenplätzen für das Amazon Newcomer-Konzert. Amazon.de und wir wünschen Ihnen viel Glück!

>>> Hier geht's zum Amazon-Gewinnspiel mit Claudia Koreck

„Niemand wird tun, was wir nicht tun“ – wenn man ein Motto für das neue Album von Joy Denalane finden wollte, kaum eines würde näher liegen, als diese Anfangszeile des ersten Stücks. Aber auch diese Zeile aus „Der Tag Ist Nah“ wäre geeignet: „Es wird nie wieder, wie es war / Doch ich weiß, dass es wieder wird.“ Vieles war vor diesem Album anders, viel ist inzwischen passiert. Sehr viel. Und fast alles von dem, was Joy Denalanes Seele in den bewegten Zeiten seit ihrem letzten Album bewegt hat, findet sich in den immer vielsagenden und oft hoffnungsvollen Songs dieser CD. Kein Zweifel: „MAUREEN“ ist Joy Denalanes persönlichstes Werk. Benannt nach ihrem zweiten Vornamen, fasziniert es als sehr direkte, ebenso ungeschminkte wie romantische Songsammlung. Vor allem aber ist es ein modernes und dennoch klassisches Soul-Album und das wieder in deutscher Sprache. Jede Zeile, jede Hook, jede Note fasziniert mit musikalischer Eindringlichkeit, mit echtem Soul und wahren Gefühlen – vom hymnischen Hit „Niemand (Was Wir Nicht Tun)“, bis zur gründlich emanzipierten Ladies-Hymne „Rosen“, vom Abgesang „Nie Wieder, Nie Mehr“ (im Duett mit Julian Williams) über die Ballade „Lass Es Liebe Sein“ bis hin zur leidenschaftlichen Liebeserklärung „Bin Und Bleib Dein“. Diese zwölf neuen Lieblings- und Liebeslieder sind die logische Schlussfolgerung aus den Erfahrungen der mittlerweile international gefeierten Soulsängerin aus Berlin. Sie zeigen ihre Reife, ihre Entwicklung und ihren unbändigen Spaß an neuen Herausforderungen, denen sie inzwischen unter anderem mit einem kurzzeitigen Studium der Literaturwissenschaften gefrönt hat: „Ich bin grundsätzlich ein nach vorne gerichteter Mensch, ertrage keinen Stillstand, ichmuss immer in Bewegung sein.“ Und auch dazu gibt es einen passenden Liedtext: „Träume werden nur wahr, wenn wir uns bewegen“.

„MAUREEN“ ist eine fortgeschrittene Kombination aus all den Qualitäten, die schon die beiden Vorgängeralben „Mamani“ und „Born & Raised“ so außergewöhnlich machten: die klaren, unmissverständlichen und doch vielschichtigen Texte aus der Schnittmenge zwischen lyrisch und lässig, die starken Songs und die brillante Produktion zwischen modernem Soul, druckvollem Funk und beeindruckenden HipHop – Beats. Dass diese aktuellen Klassiker zwischen Philadelphia und Berlin entstanden sind, ist ein wichtiger Teil der Geschichte hinter dieser Produktion. Geschrieben hat Joy unter anderem mit ihrem alten Weggefährten aus Freundeskreis Tagen, Sékou Neblett in Berlin, während ein großer Teil der Musik ursprünglich von den amerikanischen Beatmakern und Produzenten stammt, mit denen Joy zum Teil bereits auf ihrem letzten Album gearbeitet hat. So zum Beispiel dem   Jill Scott-Bilal-Produzenten Steve McKie, dem Bilal-Bassisten Tony Whitfield, dem Ghostface – und T.I. – Produzenten Jake One und dem Jazmine Sullivan-Songwriter Anthony Bell. Allesamt profitieren die Kompositionen wieder von den Streicher-Arrangements der Philly Soul & Salsoul-Orchestra-Legende Larry Gold, genannt ‚Don Cello’. Überarbeitet, zusammengeführt und um weitere Songs ergänzt wurde das Album schließlich in Berlin von Max Herre und seinem Produktionsteam KAHEDI (Samon Kawamura, Max Herre, Roberto Di Gioia), sowie dem Texter Baris Aladag. Es spricht Bände, dass Joy Denalane außerdem an allen deutschen Texten gemeinsam mit Max Herre geschrieben hat, dem Vater ihrer beiden Kinder, ihrem Produzenten und Ex-Ex-Mann. Die bejahende Verneinung im doppelten Ex ist übrigens kein Druckfehler. Es ist in der Tat viel passiert!

„Ich bin auf die Vornamen Joy und Maureen getauft“, erklärt Joy Denalane den Albumtitel. „Maureen war die erste große Liebe meines Vaters, die Frau, die er eigentlich heiraten wollte, aber in Südafrika zurückgelassen hat. Meine Mutter hat ihm und ihr mit diesem Namen Respekt gezollt, in dem sie sagte: „Ich weiß um diese Maureen und sie hat einen Platz bei uns. Lass uns unsere erste Tochter nach ihr benennen.“ „MAUREEN" ist trotz dieser Vorgeschichte für mich vor allem mein zweiter Name, mein zweites Ich, die andere Seite an mir“, sagt Joy. „Der Albumtitel steht für diese Dualität, die manchmal sogar eine echte Dichotomie ist, eine Aufteilung in zwei entgegengesetzte Teile, die manchmal scheinbar nicht miteinander zu vereinen sind. Diese Zerrissenheit wollte ich ausdrücken.“ Auf ihrem neuen Album erzählt Joy Denalane, die sich bisher in ihren Songs eher als genaue und wahrhaftige Beobachterin der Liebesdramen und Beziehungs-Szenen Anderer auszeichnete,  jetzt konsequent ihre persönlichen Episoden und Erkenntnisse. Die Sängerin und Songwriterin lebt auf diesem Album ihre unterschiedlichen Facetten aus – schonungslos, reflektiert und nahbar erforscht sie ihre „zwei Seelen“ und verschafft ihnen Ausdruck und Nachdruck. „Manche Leute würden es vielleicht Karma nennen: Wenn du etwas machst, kommt etwas zurück“, sagt sie. „Für jede Aktion gibt es eine Reaktion. Wenn man sich das vor Augen führt, merkt man, dass man im Leben mehr lenkt, als man glaubt."

„MAUREEN“ ist eine emotionale Reise, die mit dem Soul/Funk-Aufruf „Niemand (Was Wir Nicht Tun)“ beginnt. Jeder Satz dieses Liedes, das in Berlin entstand, ist ein Aufforderung, sich ein Herz zu fassen und Stellung zu beziehen. Schon im zweiten Song zielt der Tatendrang, den dieses Album mal mehr, mal weniger unterschwellig umgibt, auf die Liebe und ihre Irrwege: „Frei“ ist voller Zweifel und bitterer Erkenntnisse. Sätze wie „Was war, war mir nie genug / Immer sucht man, was man nicht kriegt“, werden durch rollende Drums und dramatische Klavierfiguren noch intensiviert. Dieses „Frei“ sein, das keines ist, kann Jeder nachfühlen. In der sagenhaften, bittersüßen Ballade „Der Tag Ist Nah“ scheinen wieder Hoffnung und Mut durch. Die herrliche Zeile „Es wird nie wieder, wie es war / Doch ich weiß, dass es wieder wird“ singt Joy in diesem Lied, und schließlich sogar: „Ich glaub an die Liebe / Lass mich von meiner Liebe führen / Das bleibt alles, was ich hab“. In „Bin Und Bleib Dein“, einer leidenschaftlichen von Streichern getragenen Liebeserklärung, heißt es: „Denn auch ich kann meine Frau im Leben stehen / Und trotzdem wünsch ich mir manchmal mich anzulehnen“. Das sitzt, ebenso wie das schwärmerische „Lass Es Liebe Sein“. Dass sie in „Nie Wieder, Nie Mehr“ auf einem düster marschierenden Deep-Soul-Beat mit Vierviertelpiano, nicht nur ihre Hälfte der Trennungsmedaille präsentiert, sondern über ihren Duett-Partner Julian Williams auch die Kehrseite zeigt, zeugt von Größe. Aber man könnte jede Zeile dieses Albums nehmen, jeden einzelnen Song, um Joy Denalane und ihre vielen Facetten besser zu verstehen. „Ein paar der Lieder sind Maureen“, sagt sie, „sie zeigen mich vielleicht nachdenklicher und introvertierter als sonst.“ Und Songs wie der Opener oder der dramatische Hip Hop/Soul-Track „Wo Wollen Wir Hin Von Hier?“, sind ganz klar die Joy, die man bereits kennt, die stark ist und mit beiden Beinen fest im Leben steht. „Es ist ja nicht so greifbar, wer ich bin. Auch für mich nicht. Da geht es mir wie vielen Anderen auch. Ich habe in den letzten Jahren viele Erfahrungen gemacht, teilweise sehr schmerzhafte, und mich darüber auch noch einmal anders kennengelernt. Eigentlich habe ich sogar eine ganze Reise gemacht. Und am Ende bin ich dorthin zurückgekehrt, wo ich hingehöre: musikalisch und privat.“ Wie viele Ereignisse und Einsichten in diesen Zeilen stecken, kann man nur erahnen – oder aber erhören, in den neuen Songs von „MAUREEN“. „Was mich ausmacht, ist vor allem ‚Direktheit’ “, sagt Joy Denalane. „Ich definiere mich als Mensch und als Künstlerin dadurch, dass ich versuche, immer ehrlich zu sein, mit mir und mit Anderen.“ Joy Denalanes neues Album „MAUREEN“ ist ein Manifest dieser Lebenseinstellung.

Nach dem Rückzug ins Private tritt Claudia Koreck wieder ins Rampenlicht. Alles ist echt und ehrlich auf ihrem dritten Album „menschsein“, das leichtfüßig und tiefgründig zugleich daherkommt. Es steckt kein Masterplan hinter den Stücken der bayerischen Songwriterin, nur einschneidende Erfahrungen.

Manchmal muss man ausbrechen („Fliang“), fremde Leute und Länder kennen lernen („Barfuaß um die Welt“) und den Blues nach dem Höhenflug spüren, bevor man weiß, was das wirklich bedeutet: menschsein. Leben heißt Erfahrungen sammeln, gute wie schlechte. Das ganze Spektrum in Musik – das ist die Kunst, um die es hier geht.

Claudia Koreck wird im Mai 25 und hat bereits eine weite Reise hinter sich. Eine Reise, die sie von ihrer Geburtsstadt Traunstein über ihre Wahlheimat München in viele Winkel der Erde und bis nach Hawaii führte, wo sie inzwischen mehrmals war, zuletzt Ende 2010 mit Gunnar Graewert und ihrem gemeinsamen Sohn Timmi, der am 08.09.2010 auf die Welt kam.

So ist das dritte Album der bayerischen Vorzeige-Songwriterin (2009 vertrat sie ihr Bundesland beim „Bundesvision Song Contest“) geprägt von einschneidenden Erfahrungen – allen voran von der Geburt ihres ersten Kindes. „Ich schreibe Lieder darüber, wie es mir gerade geht“, sagt sie in schönstem Bairisch, wie man es von ihr kennt, „und die Schwangerschaft war für mich der Auslöser, wieder zu schreiben“.

Koreck ist eine offene, emotionale Frau, und ihre Alben kann man als vertonte Gefühlstagebücher verstehen. Während die Selfmade-Musikerin auf ihrem Debütalbum „Fliang“ (2007) das Drängen hinaus in die Fremde thematisierte und auf dem Nachfolger „Barfuaß um die Welt“ (2009) mitunter melancholische und rohe Töne anschlug, meldet sie sich nun reifer und „mit einer anderen Sicht auf das Leben“ zurück. Ihre dritte Platte, die das Tunwort „menschsein“ als Titel trägt, ist in einem Jahr voller intensiver Erlebnisse entstanden: Da waren die große Liebe, die Schwangerschaft, die Geburt und die Hochzeit. Da waren aber auch der Verlust geliebter Menschen und Neuanfänge sowie die Schwierigkeit, sich den Mechanismen der Branche zu entsagen.

„Nach dem zweiten Album und einer Phase der Stagnation haben mich einige Leute gedrängt, sofort weiterzumachen“, blickt die Musikerin zurück, die 2007 mit dem frühen Hit „Fliang“ entdeckt und seitdem gefeiert wurde. „Ich wollte aber erst mal eine Pause machen, Abstand gewinnen, privat sein.“ Also hat sie sich Zeit genommen für die neuen Songs – ein Luxus heutzutage. „Ich wollte eine neue Perspektive. Und ein Album mit Liedern, hinter denen ich stehe.“

Alles ist echt und ehrlich auf dieser Platte, die leichtfüßig und tiefgründig zugleich daherkommt. Es steckt kein Masterplan hinter den neuen Stücken, nur Erfahrungen. Im Titelsong „menschsein“, der ersten Single, die sich zur treibenden Disco-Beat-Nummer hochschraubt, fordert Koreck singend dazu auf, nicht zu tun, was andere von einem erwarten. In dem stilistisch ebenfalls überraschenden Blues-Walzer „Hunger“ spielt sie lasziv und sexy mit dem Thema Fleischeslust. Und den Opener „Autofahren“, ein filigran wehendes Freiheitslied, kann man auch als bleibendes Dokument ihrer Schwangerschaft verstehen. Denn er wurde aufgenommen, als sie schwanger war, eine besondere Phase im Leben einer Frau, in der sich auch die Stimme verändert, wie Koreck weiß. „Der Bauch drückt auf die Lunge, du kommst nicht mehr so hoch rauf und dir fehlt etwas die Luft“, erklärt die Sängerin.

Dazu gibt es Lieder voller Liebe („Wenn i di net hätt“, „So nah“), Tracks voller Trauer („Abschied“, „Oma“) und eine Hymne an Timmi ist auch dabei („Erster Augenblick“). „Allerdings“, stellt die Songwriterin klar, „ging es mir nicht darum, mein persönliches Glück herauszuposaunen.“

Koreck-Kenner entdecken außerdem ihren ersten englischsprachigen Song auf dem Album, das ansonsten freilich durchweg bairisch betextet ist: „Beautiful“, eine sonnige Wohlfühlnummer und zugleich das älteste Stück auf der Platte, hat sie zusammen mit dem US-amerikanischen Surfer und Musiker Donavon Frankenreiter eingesungen. 2009 war das, bei einer ihrer Reisen nach Hawaii, wo der Sänger lebt.

„Das Album ist experimentierfreudiger als das zweite“,findet Claudia Koreck. Die Arrangements, für die Gunnar Graewert ebenso verantwortlich zeichnet wie für die Produktion in seinem Münchner Studio, sind vielschichtig, zuweilen verspielt, verlassen aber nie das weite Feld des eingängigen Poprock. Zum Einsatz kamen neben den klassischen Instrumenten Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard und Percussion auch Bläser, Streicher, Akkordeon und Ukulele. Zahlreiche Gastmusiker wirkten mit, darunter der Drummer Ralf Gustke (Xavier Naidoo, Söhne Mannheims) und die Münchner Popsängerin Ania Jools im Background.

Im Sommer stellt die rundherum glückliche Claudia Koreck die neuen Songs auf ausgewählten Festivals vor, bevor es im Herbst auf große Tour geht. Mit neuem Elan, neuen Erfahrungen und einer neuen Band. „Ich brauche frischen Wind“, sagt die Traunsteinerin. Manchmal muss man eben neu anfangen, bevor man weiß, was das wirklich bedeutet: menschsein.

Zehn Jahre sind vergangenen, seit Thomas D mit dem Album „Lektionen in Demut“ die Geschichte seines Alter Egos Reflektor Falke schuf. Sein zweites Solo-Album brachte dem Mitglied der Fantastischen Vier nicht nur eine eingeschworene Schar an Fans ein, die die Ideen und die Welt des fiktiven Protagonisten nachhaltig faszinierte, sondern bescherte ihm mit Platz drei auch die höchste (Solo-)Position in den deutschen Albumcharts. Im April 2011 erscheint nun mit „Lektionen in Demut 11.0“ ein Album, das die Story erneut erzählt. Mit den exakt gleichen Worten, doch begleitet von einem vollkommen neuen Musikerlebnis. „Remake“ nennt Thomas D das Verfahren, das in dieser Form in der (Pop-) Musikgeschichte beispiellos ist.

 

Die Inspiration zum Remake kam Thomas D bereits vor mehr als einem Jahr. Damals hörte er das (in der Entstehung befindliche) Solo-Album des Musikers Alex Breuer, das ihn sofort begeisterte. Breuer hatte in seiner Karriere bereits u.a. für und mit Musikern wie Dieter Dierks (Scorpions), Ofra Haza, Jon Caffery (Die Toten Hosen, Sex Pistols), Metaphysics (Söhne Mannheims, Brothers Keepers) und Michael Jackson (von Alex stammt das Drum-Programming auf „Ghosts“) gearbeitet. Zusammen machten sich die beiden daran, „Lektionen in Demut“ aufzuarbeiten.

 

„Es ist unglaublich wie die exakt gleichen Worte ein völlig neues Hörerlebnis schaffen. Auch die Zwischentexte, die ich auf der alten Platte lediglich in textlicher Form dem Booklet beigelegt hatte, wurden diesmal vertont, was dem Ganzen einen noch stärkeren Hörspiel-Charakter gibt. ‚Lektionen in Demut 11.0‘ ist noch wesentlich mehr in der Welt von Reflektor Falke verankert, durch die der Hörer ihn begleitet und wo man auf all die anderen Charaktere trifft, teils gut teils böse“, erläutert Thomas.

      

Große Veränderung erwartet die ReflektorFalke-Fans  hinsichtlich der Musik. „Das Ganze ist musikalisch viel leichter, wesentlich wärmer, die Musik nimmt dich sozusagen in den Arm“, erläutert Thomas D,  „trotzdem liest dir der Text weiterhin die Leviten. Doch plötzlich klingen diese harten und trockenen Texte viel weicher und versöhnlicher. Es ist erstaunlich, welche Wirkung diese elektronische, groovige, fließende Musik hat, die u.a. auch mit echten Instrumenten und Streichern aufgenommen wurde." 

 

Warum er die Kreativität, Kraft und Energie eines ganzen Jahres in die Produktionen von „Lektionen in Demut 11.0“ steckte, beantwortet Thomas D so: „Die Geschichte ist mir einfach nach wie vor extrem wichtig. Ich erinnere mich – als Reflektor Falke – zurück: ‚es ist lange her, und viel hat sich geändert. Aber das, was ich damals gesagt habe, ist heute aktueller denn je‘.“