Wer in "Hinterdupfing" wohnt, residiert nicht unbedingt am Puls des Geschehens. Ab 28.11. Bekommt die allzu ländliche Wohnsituation dafür einen ganzen Soundtrack gewidmet – passend zur Veröffentlichung der gleichnamigen DVD und des Schmidbauer-Erfolgsfilms. Mit darauf vertreten sind neben dem Keller Steff, der den Titelsong liefert, etliche weitere namhafte bayerische Künstler, darunter die Balkanrockband DJANGO 3000 ("Heidi"), HUBERT VON GEISERN ("Brenna Duads Guad") und LENZE & DE BUAM. Kurzum – ein Potpourri des typischen bayerischen Lebensgefühls, das Hinterdupfing, seine Bewohner und den starrsinnig-charakteristischen Flair der sie umgibt, so ausmacht.

Der Film „Hinterdupfing“, ein Projekt von Schmidbauerfilm, sorgte in Bayern und den angrenzenden Ländern für einen enormen Zuschaueransturm. Der Ortsname „Hinterdupfing“ ist ein Synonym für ländliche Abgeschiedenheit und Hinterwäldlertum. Ein passender Titel für Buch und Film, der Geschichte eines abgelegenen Dorfes auf der Suche nach der Einnahmequelle Tourist. Eine handvoll kreativer junger Menschen schuf diesen Werk, begeistert unterstützt von einer ganzen Region. Während der Schreib- und auch der Dreharbeit wuchs das Projekt immer mehr. Es konnten erfahrene Schauspieler hinzu gewonnen werden, die ohne Gage gerne ein oder zwei Drehtage mitwirkten und durch starkes Spiel den Film veredelten. Ermutigt durch diesen Zuspruch und bezugnehmend auf die regionale Szenerie, wie auch das ländlich, kernige Buch, entstand die Idee, die Filmmusik zu einem Spielplatz bayrischer Musikkünstler zu machen. Ein bayrischsprachiges humorvolles Gesamtkunstwerk sollte entstehen. Dem Keller Steff, Lenze (und de Buam), Roland Hefter, den Spritbuam und Michi Dietmayr, um nur einige zu nennen, gefiel dieses Projekt, klare Sache, sie waren mit dabei. Sie stellten bestehende Titel zur Verfügung, spielten aber eigens für den Film auch noch Lieder ein, der gesamte Score für den Film wurde von Max Resch geschrieben . Den Text zum Titelsong „Hinterdupfing“ schrieb Hubbi Schlemer, der ein Stimmungsbild zur leicht verstaubten Dorfidylle zeichnete, dabei humorig und liebevoll „die gute alte Zeit“ einfliessen ließ. Diesen Worten gaben der Keller Steff und sein Gitarrist Franz Gries ein herrlich eingängiges Gewand. Das Klangbild ist Keller Steff pur mit hohem Erkennungsfaktor. Die spritzig, griffige Melodie, der stimmungsaufgreifende Gesang, die freche Dramaturgie, sie machen das Lied zu einem wahren Titellied, einen Wegweiser, der hin zur Geschichte führt und zu einen der Wegbereiter für den Erfolg des Films.

Der passende Soundtracks dazu ist der perfekte musikalische Streifzug durch "Hinterdupfing", seine Bewohner und den unerschütterlich-charmanten bayerischen Charme, der sie ausmacht.

Mit der Fernsehverfilmung seines Roman-Bestsellers „Der Mann mit dem Fagott“ hat sich Udo Jürgens gleich zwei Herzenswünsche erfüllt: So konnte er mit den Produzenten Regina Ziegler und Klaus Graf nicht nur seine bewegende Familiengeschichte szenisch umsetzen, sondern gleichzeitig auch noch die Filmmusik dazu komponieren. Eines der wenigen, von ihm bisher nie realisierten künstlerischen Projekte. Dass er bei dieser Gelegenheit im Tonstudio in die Vollen Griff, um große Emotionen mit üppigem orchestralen Aufwand zu untermalen, versteht sich von selbst. Die aktuelle Doppel-CD umfasst die komplett neu produzierte Filmmusik von „Der Mann mit dem Fagott“ sowie eine eigens zur Thematik passende und von Udo zusammengestellte persönliche Selektion aus seinem bestehenden Backkatalog. Die Ausstrahlung des Zweiteilers erfolgt in ARD/ORF am 29. und 30. September. Aus diesem Anlass wird bei Random House ebenfalls eine Neuauflage seines Familienromanes „Der Mann mit dem Fagott“ sowie bei Universum Film eine gleichnamige DVD erscheinen.

Als Udo Jürgens begonnen hatte an dem Familienroman zu schreiben, sollte es vor allem ein Dokument für seine Familie werden. Es sollte das, was sein Großvater, sein Vater und seine Brüder erlebt und bewältigt haben und ihre Biographien, die von der europäischen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts geprägt wurden, vor dem Vergessen und Versinken in der Zeit bewahrt werden. Doch es kam anders: Seine dritte Buchveröffentlichung „Der Mann mit dem Fagott“ wurde zum Riesenerfolg und vermochte sich monatelang in den Spiegel-Belletristik-Charts zu halten. Udo Jürgens: „Seit meiner Kindheit begleitet mich der Mann mit dem Fagott durch mein Leben. Vor zwölf Jahren ist daraus ein literarisches Projekt geworden, an dem meine Co-Autorin Michaela Moritz und ich sechs Jahre lang intensiv gearbeitet haben. Weitere sechs Jahre sind seit Beginn der ersten Besprechungen über ein mögliches Drehbuch vergangen. Dass unser Buch nun tatsächlich durch einen Film noch einmal auf neue Weise zum Leben erweckt wird, bedeutet mir unendlich viel und manchmal kann ich das selbst noch immer nicht ganz glauben. Die Arbeit an diesem Buch gehört für mich zu den Meilensteinen meines Lebensweges. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass wir sechs Jahre daran arbeiten würden, hätte mich vermutlich der Mut verlassen. Dass aus dem "Mann mit dem Fagott" schließlich ein Bestseller geworden ist und dass inzwischen auf der Basis dieses Buches gar ein Film gedreht wurde, erfüllt mich mit Freude und Stolz. Und wenn ich gewusst hätte, dass der Weg von der ersten Verfilmungsidee bis hin zum fertigen Film wiederum beinahe sieben Jahre dauern würde, hätte ich es wahrscheinlich nicht gewagt, mich darauf einzulassen. Eine ganz besondere Erfahrung für mich war die Arbeit an der Filmmusik, die ich gemeinsam mit Nic Raine, unterstützt von Stephan Broedner und Peter Wagner, gestaltet habe. Den richtigen Klang, die richtige Melodie für jede Szene zu finden, sie durch Töne zu unterstützen, ob emotional, spannungsgeladen oder friedlich-harmonisch, hat meinem Musikerleben eine ganz besondere Farbe hinzugefügt. Für die Ton-Aufnahmen mit dem renommierten Filmorchester Babelsberg arbeiten zu können, bedeutete mir viel. Dass wir als Violin-Solisten zudem meinen Freund Julian Rachlin, einen der besten klassischen Geiger der Welt, gewinnen konnten, verleiht dem Soundtrack für mich einen ganz besonderen Klang und Stellenwert.“

Auch der 77. Geburtstag ist für Udo Jürgens noch lange kein Grund leiser zu treten: Zusammen mit dem Orchester Pepe Lienhard wird er am 1. Februar 2012 in Berlin unter dem Motto „Der ganz normale Wahnsinn“ zur 35-Städte-Konzerttournee aufbrechen. Und der Begriff „Wahnsinn“ trifft auch die Tatsache, auf welch stabiler Erfolgswelle der Sänger, Vollblutmusiker, Komponist, stilvolle Charmeur und schalkhafte Entertainer seit fünf Jahrzehnten im schnelllebigen Unterhaltungsgeschäft zu reiten vermag. Gold- und Platin-Auszeichnungen für die letzten Alben werden bestätigt durch volle Ränge in den Konzerthallen – 100 Millionen verkaufte Tonträger und über sechs Millionen Konzertbesucher sprechen für sich. Auch das Udo Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ sorgte seit der Premiere im Dezember 2007 in Hamburg, Stuttgart und Wien für Kassenrekorde. Im Herbst wird das Erfolgsstück in japanischer Fassung in Tokio zur Aufführung gelangen. Weitere Gastspiele in Europa und in den USA werden derzeit diskutiert. Udo Jürgens ist ein beständiger Wert für seine treuen Fans und ein altersloses Phänomen, das Jahr für Jahr von einem jungen Publikum neu entdeckt wird. Einfach Wahnsinn!