"Ein Meilenstein in Udo Jürgens' Schaffen" – so kann man das Album ohne Umschweife kurz und bündig beschreiben.
Wir haben das neue Album von Udo Jürgens für Euch einmal unter die Lupe genommen… "Track by Track".

Aber um es kurz zu machen, kann man beim gesamten Album musikalisch nur sagen:

Stimmige Kompositionen, großes Orchester und wundervolle Instrumentierung gepaart mit Texten voller Poesie, Wortsitz und Ironie. Fantastisch – mir fehlen fast die Worte!

 

 

 

 

 

 

 

01.) Der ganz normale Wahnsinn

Der Titelsong des Album ist wohl der am gesellschaftskritischste Song auf dem neuen Album. Er beschreibt, welcher Wahnsinn uns tagtäglich umgibt und das dieser eigentlich ganz normal ist. Doch ist es dann noch "Wahnsinn"?! Ja, denn wir Menschen pushen es immer wieder zum "Wahnsinn" auf.

 

02.) Liebe lebt

Bei näherem hinhören nicht einfach nur ein Liebeslied, vielmehr ist es ein Liebeslied an die Liebe selbst.

 

03.) Wenn ein Lied so wär' wie Du

… dann würde das Lied wohl in etwa so klingen wie dieses. Udo Jürgens beschreibt, wie ein Lied sein müsste, wenn es wie "du" wäre und erkennt: "Du bist die Melodie, die ich nie schreiben kann – die Töne find ich nie". Und doch findet er sie genau mit diesem Lied. Denkt man am Anfang des Liedes noch, dass dies das Intro eines großen Hollywood-Film sein könnte, wird man schnell eines besseren belehrt. Jazzig spritzig bringt Udo Jürgens einen fast zwangsläufig zum mitwippen.

 

04.) Dafür brauch' ich Dich

Nur mit dem Partner ist man ein Ganzes – das erzählt Udo Jürgens. Und er trifft den Nerv der Zeit, vergessen doch viele von uns was der Partner uns eigentlich gibt und sehen dies oft allzu selbstverständlich an.

 

05.) Du bist durchschaut

Nichts bleibt mehr geheim – Hacker, Twitter, Facebook… Udo Jürgens trifft es auf den Punkt. Hier beschreibt er die "schöne neue Welt" der Informationsfreiheit im Internet.

 

06.) Die Frau, die ich nie traf

Auf jeden Topf passen mit sicherheit mehrer Deckel, doch diesen einen, wahrhaftig perfekt, passenden Deckel, den findet man nur schwer. So verhält es sich auch mit dem Lebenspartner und Udo Jürgens erzählt die Geschichte der ständigen Suche, die sich vielleicht, vielleicht aber auch nie erfüllt.

 

07.) Alles ist so easy

Anglizismen umgeben uns tagtäglich und dabei gab und gibt es seit Jahren immernoch ein deutsches Wort für das eben gesagte. Dieses Phänomen der "Verdenglischung" nimmt Udo Jürgens mit diesem Titel auf die Schippe.

 

08.) Oktoberwind

In seiner Lebenszeit ist Udo Jürgens im Oktober angekommen, spürt jedoch noch jeden warmen Sommertag, der ihn bis hierhin getragen hat. Musikalisch wie auch textlich nimmt man ihm das Erreichen dieser Lebenszeit auch durchaus ab: Musikalisch gereift ist er und läuft immer wieder zu höchstformen auf. Zyniker und Kritiker würden vielleicht behaupten, Udo Jürgens wäre bereits im Dezember gelandet – doch diese Meinung können wir nicht teilen. Udo Jürgens ist auf seine Lebenszeit gesehen mit Sicherheit bereits im Oktober angekommen, doch ist es hoffentlich noch Anfang Oktober.

 

09.) Schenk mir einen Traum (New York Fassung)

Die Realität macht einen oftmals traurig und so bittet Udo Jürgens darum: "Schenk mir einen Traum".

 

10.) Lass ein wenig Liebe da

Trennungsschmerz kennen wir alle und Udo Jürgens besingt ihn – den Abschied von einer Liebe die erloschen ist. Und er bittet: "Ich brauche Licht auf meinem Weg ins Morgen ohne dich – und deshalb lass ein wenig Liebe da für mich".

 

11.) Gegen den Wind

Eine Hymne an die eigene Persönlichkeit ist dieser Titel. "Flieg gegen den Wind – nur dann fliegst du weit. Glaube an deine Kraft, deine Einmaligkeit. Sei so wie du bist, nicht wie alle sind" – im Geiste der Zeit zeigt sich dieser Titel.

 

12.) Gute Reise durch das Leben

Von Opa zu Enkel – Udo Jürgens widmet dieses Lied seinem Enkelsohn. Es klingt, wie ein guter Rat: "Glücklich sein geht nur mit Liebe; habe Mut zur Trennung und Leidenschaft; habe auf Vorrat jede Menge Tränen" – und dieser gute Rat ist gelungen. Sowohl textlich als auch musikalisch. Man merkt Udo Jürgens gelebtes Leben an mit all seinen Höhen und Tiefen.

 

13.) Mein erster Weg

1967 erschien dieser Titel das erste Mal auf der Langspielplatte "Was ich dir sagen will". Nun, 44 Jahre danach, nimmt Udo Jürgens diesen Titel ein weiteres Mal unter die Lupe, arrangiert und bearbeitet es neu – und würde man es nicht besser wissen, klingt der Titel wie ein Brandneues Lied. Beschwingt und leicht klingt dieser Titel im Stil eines "Bossa Nova Jazz".

 

14.) Am Ufer

"Am Ufer aus erfüllter Zeit bin ich nun endlich, endlich angekommen" – fast klingt es wie ein Abschied. Udo Jürgens erzählt von gelebtem Leben, Gedanken an das letztendliche ankommen. Doch "am Ufer ankommen bedeutet nicht das Ende" sagt Udo Jürgens und hören wir uns die Melodie, die hoffnungsvoll klingenden Streicher an wissen wir: Er ist angekommen und doch ist es ein Neuanfang.

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