Mit „Kronjuwelen“ erscheint am 07. Dezember eine umfassendes Best-Of-Album, das auf die letzten 10 Jahre von Sidos Karriere zurückblickt. Sido hat Deutschrap verändert. Mehr noch: Er hat Deutschland verändert – indem er nämlich neu definiert hat, was ein großer Entertainer in diesem Land sein und tun, was er bewegen, wie er Menschen quer durch alle Gesellschaftsschichten einen kann. Sido, der Außenseiter aus der Platte, hat die Mitte der Popkultur annektiert.

Kronjuwelen” ist eine Sammlung der wichtigsten Songs aus Sidos letzten vier Studioalben – jenen Alben also, die seinen Ruch als Rap-Revoluzzer und bevorzugten Buhmann des Boulevard in unfickbaren Legendenstatus verkehrten. Darunter sind Superdupermegahits wie “Astronaut” oder “Bilder im Kopf”, aber auch leise Klassiker wie das identitätsstiftende “Geuner” oder “30-11-80”, der wohl größte Possetrack der deutschen HipHop-Geschichte. Hinzu kommen zwei brandneue, bislang unveröffentlichte Songs sowie eine umfassende Sammlung von Sidos Gastparts der letzten Dekade, für Künstler von Falco bis Capital Bra. Zusätzlich gibt es, soviel zum Thema Weihnachtswunschzettel, einen aufwändigen Bildband – „Hinter der Maske“-  des Fotografen Murat Aslan, der Sido seit der Frühphase seiner Karriere begleitet.

Die Single „Tausend Tattoos“ ist ebenfalls auf „Kronjuwelen“ enthalten. Sido beschreibt darauf die Tinte auf seiner Haut als eine Art unauslöslischen Lebenslauf, mit allen Stationen seiner bewegten Vita. “Alles, was ich gut finde, habe ich tätowiert – der Rest entzieht sich leider meinem Interesse”, rappt er. Deswegen sind da die Totenkopfmaske und der Astronaut, die kleinen Eskapaden und die großen Geniestreiche, das ganz Unten und das ganz Oben. Sido war in jeder Phase seines öffentlichen Lebens ein offenes Buch, ob als Junge aus’m Block, als Ghettojunge im Goldrausch oder als Familienvater mit Vorbildfunktion. Er ist immer offen umgegangen mit seinen Schwächen und auch seinen Stärken, all dem eben, was ihn aus- und so besonders macht. Dieser Wesenszug macht ebenfalls einen großen Teil seines Erfolg aus: dass er immer einer wie wir geblieben ist, einer von uns, einer für uns.