"Track by Track" stellen die Jungs von Revolverheld ihr Album vor.

 

01.) Ich werden nie erwachsen

"Ich werde nie erwachsen" ist einer der ersten Tracks, die für "In Farbe" entstanden sind. Startschuss war damals eine gemeinsame Band-Klassenfahrt nach Dänemark Anfang 2008, wo wir uns für zwei Wochen in einem kleinen Ferienhaus eingemietet haben. Dort haben wir unseren ganzen Krempel aufgebaut, Tage und Nächte geprobt und insgesamt 22 Songs aufgenommen. Übrig geblieben ist davon nur "Ich werde nie erwachsen", welcher somit offiziell zum Grundstein unseres Albums mutierte. Der Song beschreibt ein bisschen unser eigenes Gefühl, irgendwie doch nie erwachsen zu werden…

 

02.) Spinner

Kris: „Seit Jahren will meine Freundin ihren Traum verwirklichen: ein eigenes Café. Sie hat einen sicheren Job und eigentlich ist alles gut, doch dieser Gedanke lässt sie nicht los. Wir sprachen immer wieder darüber: Soll man solch einen Schritt wagen? Ist das die richtige Zeit? Aus diesen Gesprächen reifte der Song "Spinner", denn die Antwort ist eigentlich einfach: Wenn man es nicht versucht hat, weiß man es ja nie!“

Grundsätzlich beschreibt der Song ganz gut das, was auch in unseren Anfängen für uns so maßgeblich war: nämlich auch gegen große Widerstände seine Idee und seine Träumedurchzusetzen und dafür einzustehen und zu kämpfen.

 

03.) Mein Leben ist super

Der Song passt mit am besten zu unserem "positiven Film", unserer Grundidee von "In Farbe", und hat maßgeblich die weitere Entstehung des Albums beeinflusst. Er bedeutet für uns Energie, Kraft und diese euphorische Grundstimmung, die uns bei der gesamten Arbeit am Album umgeben hat! Es ist eine kleiner, feiner Brettertrack, der natürlich völlig überzogen erzählt, dass das Leben doch gar nicht immer so schlecht sein muss. Für uns ein Gegenpol zu der aktuellen Stimmung, in der jeder über Rezession und Krise jammert, anstatt selbst das Heft in die Hand zu nehmen und Gas zu geben!

 

04.) Halt dich an mir fest

Johannes: „"Halt dich an mir fest" habe ich direkt nach der Trennung von meiner Ex-Freundin geschrieben. Ich glaube, jeder kennt den Moment, in dem man alles noch zusammenhalten möchte, obwohl man eigentlich weiß, dass es nichts mehr zum Zusammen-festhalten gibt. Ich habe damals das erste Demo bei mir im Arbeitszimmer eingesungen. Danach war es mir nie wieder möglich den ersten Refrain so passend und emotional wie an diesem Tag zu singen, so dass wir uns schließlich entschlossen haben, den Demogesang auf die Platte zu nehmen. Im ersten Refrain hört man also den allerersten Take aus meiner Wohnung. Manchmal kann man Stimmungen einfachnicht rekonstruieren…“

 

05.) Immer einen Grund zu feiern

Kris: „An einem der schlimmsten Katertage des letzten Jahres nach einer zünftigen Party am Vorabend rief mich nachmittags ein Freund an und sagte mir, dass ausgerechnet heute eine noch viel derbere Party am Start sei. Da ging bei mir das Kopfkino deluxe ab, ob es in meinem Alter noch erlaubt sei, zwei Mal hintereinander so dermaßen steil zu gehen?! Antwort: Auf jeden Fall!“

Wie "Mein Leben ist super" ist auch dieser Song ein Bestandteil unseres "positiven Films", der Grundlage für unser Album war. Es ist erstmalig in unserer Historie ein sehr tanzbarer Track, der auch schon bei der einen oder anderen Show live erprobt wurde. Die Aussage erschließt sich ja wohl von selbst. 😉

 

06.) Alles anders

"Alles anders" ist ein klassischer Revolverheld-Rocksong, der natürlich nicht fehlen darf. Wird live bestimmt ein Fest!

 

07.) Darf ich bitten

Johannes: „Einen Track wie „Darf ich bitten“ hätten wir ehrlich gesagt selbst von uns nicht erwartet. Trotzdem ist es bei den Arbeiten zu "In Farbe" dazu gekommen, dass wir immer wieder abends unterwegs waren und ein bisschen auf den Elektro-Film gekommen sind. So kam der Herr Hünecke irgendwann mit "Darf ich bitten" um die Ecke, und wir haben gefeiert, geprobt und den Songdann mit aufs Album genommen. Boom!“

 

08.) Keine Liebeslieder

"Keine Liebeslieder" ist auch ein Song, der in ganz kleinen Teilen aus der ersten Dänemarksession 2008 hervorging. Der Song hatte damals noch einen anderen Namen und war unser größter Patient. Nach 1000fachem „daran herumschrauben“ kam uns zum Glück unser Produzent Moritz Enders zu Hilfe, der mit uns zusammen den Song im Proberaum final auf den Punkt brachte. So konnten wir unseren Patienten dann doch noch aufnehmen.

 

09.) Alles wird gut

In manchen Situationen wünscht man sich jemanden, der einem einfach sagt: "Alles wird gut!" Da ist es einem fast egal, ob das jetzt ernst gemeint ist oder nicht. Es hilft!

 

10.) Die Liebe liebt mich nicht

Johannes: „Am Schlagzeugsound zu "Die Liebe liebt mich nicht" haben Jakob, Moritz und Sven (Engineer) wirklich zwei gesamte Tage lang rumgebastelt, während der Rest der Truppe sich völlig entnervt von diesen Nerds ferngehalten hat. Am Ende des Tages sollten die Soundschergen allerdings Recht behalten, indem sie das Drumset mit nur zwei Mikros abnahmen und so einen wirklich großartigen Retro-Sound gebastelt haben. Gut Ding will Weile haben…“

Kris: „Das Zwiegespräch mit der Liebe lag schon lange auf unserem Schreibtisch. Ein paar Mal umgeschrieben und wieder zur Urform zurückgekommen ist er soundlich und inhaltlich wirklich ein für uns besonderer Song geworden. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob das, was man da fühlt, wirklich das ist, wovon alle reden?“

 

11.) Laute Menschen

Ein derber Ballersong in alter Revolverheld-Tradition, der beim Einspielen einen Heidenspaß gemacht hat! Yeehaa!

 

12.) Um unser Leben

Johannes: „Auch eine Überraschung für uns, wie ich finde. "Um unser Leben" ist einer der Songs, auf den wir uns in Hinblick auf die Live-Saison am meisten freuen! Ein energiegeladener Rocksong mit ein paar elektronischen Elementen. Ab geht's!“

 

13.) Hamburg hinter uns

Johannes: „Es war November 2008, ich kam gerade aus dem schönen Kalifornien zurück ins kalte, regnerische Hamburg, inklusive Jetlag. Das Erste, was ich tat, war mich hinzusetzen und "Hamburg hinter uns" zu schreiben, um wenigstens in Gedanken wieder zurück in die Sonne zu fliegen. "Auf nach Los Angeles, wir brauchen keinen Grund…" Schön war's da!“

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