Man kann nach dem Künstler Peter Cornelius nicht die Uhr stellen. Jedes Jahr ein Album, jedes Jahr das gleiche Procedere bis alle Leinen losgelassen werden können und die neuen Lieder in die Welt hinaus segeln dürfen – so tickt der Mann einfach nicht. Takte hält er ausschließlich im Studio und auf der Bühne ein, da jedoch genauest und der in ihm innewohnenden Perfektion verpflichtet. Seiner Musik und ebenso seinen Texten erlaubt er dann, wie es in der Fachsprache so sperrig heißt, die Veröffentlichung, wenn Peter Cornelius den richtigen Moment dafür verspürt. Nur er, sonst niemand.

12 neue 12 – Ein kryptischer Titel
Zwanzig Alben ist die Diskografie von Peter Cornelius nun lang. „12 neue 12“. Ein Wortspiel. Streicht man das Wort ‚neue‘, ergeben die äußeren Ziffern die Zahl 12 und die inneren die Zahl 21. Dann wird das Bild schon klarer. 12 neue Songs auf dem 21. Album. Wohlgemerkt: Neue Songs. Entstanden innerhalb der vergangenen vier Jahre. In Wien und auch in New York wurde Stück für Stück entwickelt. Neue Einflüsse kamen durch verschiedene Musiker hinzu, der Blues der Wienerstadt, die Vibes des kitschfreien Schmelztiegels New York. Es sind Songs entstanden, die einen Peter Cornelius präsentieren, der in dieser Direktheit so noch nicht zu hören war. Die Stimme ungeschliffener, dadurch emotionaler und auch verletzlicher wirkend. Es regiert die Gitarre, dazu Bass, Schlagzeug, dezente Keyboards. Die Töne aus dem Computer wurden konsequent vor der Tür gelassen.

„12 neue 12“ ist das 21. Kapitel der Diskografie des Singer/Songwriters im 40. Jahr dessen Karriere.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar