Es gibt in Deutschland mit Sicherheit kaum einen Schlagersänger, der bodenständiger ist als Olaf Henning. Der Mann aus dem Ruhrpott trägt das Herz auf der Zunge, wahrscheinlich auch eines seiner Erfolgsrezepte. Obwohl er niemals zugeben würde, seine Karriere überhaupt ansatzweise geplant zu haben. Mit knapp 1,5 Millionen verkauften Tonträgern gehört er zu den Top-Stars seiner Zunft. Und der gebürtige Gelsenkirchener ist auch dafür verantwortlich, dass der deutsche Schlager, wenn man ihn denn noch so nennen kann, ein Revival seinesgleichen feiert. Da passt es wie die Faust aufs Auge, dass er sich nun endlich einen Traum erfüllt: Der Erfinder des Popschlagers hat sich auf seine Wurzeln besonnen und mit „Alles was ich immer wollte“ ein Album produziert, das modernen Schlager mit Rock kombiniert.

Mit seinem neuen Album wagt Henning den großen Crossover-Schritt vom Pop- zum Rockschlager. In einer Zeit, in der ein blonder Sänger mit Sonnenbrille Heavy Metal-Versionen seiner größten Hits herausbringt und eine andere blonde Sängerin spektakuläre Stadionkonzerte Marke Pink spielt, ein logischer Schritt. Olaf Henning hat sich quasi neu erfunden, man merkt dem Entertainer an, wie sehr er es genießt, dass die neue Marschroute ankommt. Wenn man neben dem Rock auch noch die Ironie in den neuen deutschen Schlager einführen kann, ohne dabei auch nur ansatzweise peinlich zu werden, dann ist vieles weitere möglich. Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Olaf Henning hat die Zeichen erkannt und ein Album mit Herzblut produziert, das es in dieser Form so noch nicht gegeben hat.

„Alles was ich immer wollte“ erscheint am 16.01.2015 als Doppel-CD und als DVD. Das Konzert auf der DVD wurde am 23.11.2014 in Herten vor ausgewähltem Publikum aufgenommen und war die Bühnenpremiere der neuen Songs. „Die Leute sind ausgeflippt“, strahlt Henning. „Ich hoffe, das setzt sich fort, wenn wir im Frühjahr auf die erste große Schlager-Rock-Tour gehen. Andere Leute nennen sich König oder Kaiser, ich bin halt der Olaf und mache mein Ding.“

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