Naima Husseini packt die Popmusik beim Kragen, wirft sie in die Loopstation und würzt sie mit elektronischen Klängen.

Die Hamburger Songwriterin veröffentlicht am 07. Oktober 2011 ihr Debütalbum mit wunderbar detailverliebt gebasteltem Pop, bei dem der Kopf angenehm zu schwirren anfängt. Sie durchforstet die Musik nach Schönem und Verschrobenen und montiert Klangbilder, in denen es flimmert und flackert. Dabei kultiviert Naima Husseini mit diesem Album etwas, das zuletzt Anfang der 1980er Jahre ähnlich bezaubernde Blüten trieb: die Spinnerei. Ein Instrument, mit dessen Hilfe es damals Künstlerinnen wie Kate Bush gelang, die Popmusik aus ihrem steifen Normenkorsett zu befreien, ohne sich der rohen Selbstlimitierung des Punkrock zu bedienen. Das Ergebnis war eine Musik, die ob ihrer

Eingängigkeit zwar zweifellos Pop war, sich aber durch eine, von der Kunstszene inspirierte, paradiesvogelhafte Experimentierfreude auszeichnete, wie sie eben auch das Debüt-Album von Naima Husseini durchzieht. Rhythmus im Blut hat sie von Haus aus – aufgewachsen in einer Musikerfamilie in Hamburg, wurden ihr die Instrumente quasi mit in den Laufstall gelegt. Mit 12 spielte Naima Husseini schon Klavier, Gitarre und ein bisschen Schlagzeug.

Genauso verwoben und komplex wie ihre Musik, klingt auch ihre Beschreibung dafür: "Der Beat spielt die Melodie. Die Gitarre das Schlagzeug. Die Chöre das Klavier. Die Melodien werden schnell zu ständigen Begleitern." Auch Künstlerkollegen sind begeistert von Naimas Sound und haben sie als Support mit auf Tour genommen. Darunter Kate Nash und The Ting Tings.

Das Video zur Single "Au Revoir Tristesse" gibt es hier zu sehen.

Im Herbst wird sie neben einer eigenen Tour auch mit Freunden, wie Klee und Philipp Poisel unterwegs sein.

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