Seit Jahren gilt Megaloh als das nächste heiße Ding im deutschen HipHop. Dennoch ist das große M bis zum heutigen Tag vor allem ein Mysterium. Wer ist dieser Mann, den nicht wenige für den besten Rapper des Landes halten? Am 8. März erscheint nun sein erstes großes Album auf Max Herres NESOLA-Label. Darauf gibt der Mann aus Berlin-Moabit die Antworten auf alle Fragen und zeigt den Menschen hinter dem Über-MC. „Endlich Unendlich“ vereint den Hunger eines Newcomers mit der Weitsicht eines Veteranen. Den klassischen Sound von HipHops goldener Ära mit Texten aus dem Hier und Jetzt – und Reimtechniken von Übermorgen. „Endlich Unendlich“ ist gleichzeitig zeitlos und hochmodern. Musikalisch ausgefeilt, aber runtergekocht auf die Essenz. Schnörkellos, ehrlich erhaben, geradeheraus, glasklar. Mysterium war gestern. Jetzt ist Megaloh.

Es klingt wie ein Klischee, aber Megaloh ist ein Perfektionist. Ein detailversessener Arbeiter, der die Studiotür nicht hinter sich schließen kann, bevor jede Snare und jede Silbe genau da sitzt, wo sie sitzen muss. Mit „Endlich Unendlich“ ist der Getriebene nun endlich angekommen. Hier findet er nicht nur zu seiner eigenen Rap-Sprache, sondern formuliert sie minutiös bis ins letzte Detail aus. „Mein Anspruch war, Musik zu schaffen, die sich auch in vielen Jahren noch frisch und unverbraucht anhört. Das gilt für das Klangbild, aber auch inhaltlich: Ich sage auf dieser Platte nur Dinge, für die ich mich niemals werde schämen müssen. Denn für Ehrlichkeit schämt man sich nie.“ Sollen andere einen erfundenen Lifestyle zelebrieren. Megaloh erzählt lieber aus seinem Leben. Dem echten Leben.

Sein Förderer und Labelboss Max Herre etwa nannte Megaloh kürzlich in einem Interview „einen der besten Lyriker des Landes“. „Er holt einen direkt ab mit seiner Stimme und seinen Texten. Er berührt einen an der Stelle, wo einen gute Musik eben berührt, unabhängig von Sprache oder Genre. Für mich ist das deutscher Rap in seiner besten Form.“ Auch andere Kollegen wie Samy Deluxe, Patrice oder Seeed sind bekennende Fans von Megas einzigartiger Mischung aus Melodie und Härte, seinem majestätischen Flow und seinen chirurgisch präzisen Punchlines.

2011 lud ihn die Sängerin Joy Denalane auf den Remix zu ihrer Hitsingle „Niemand (Was Wir Nicht Tun)“ ein, neben Max Herre und Samy Deluxe – ein Ritterschlag. Auch Herre war begeistert und nahm den Berliner Kollegen nicht nur auf sein Nr.1-Album „Hallo Welt!“, sondern direkt auch bei seinem Label NESOLA unter Vertrag. Dort erscheint nun „Endlich Unendlich“, natürlich mit Unterstützung des Teams um Max und Joy. Weitere Features kommen von Samy Deluxe, Marteria, Chima und dem hochtalentierten Indie-Newcomer Roland Meyer de Voltaire. Die Beats kommen von seinem langjährigen Weggefährten und Live-DJ Ghanaian Stallion sowie von den Beatgees, DJ Skare, Farhot, KAHEDI und PhreQuincy.

Poetischer, prägnanter, purer geht Rap nicht. „Ich habe diesen wiederkehrenden Traum, in dem ich mit dem Teufel kämpfe – meist mit Worten. Rap hat die Kraft, mit Worten Dinge zu verändern, und diese Kraft möchte ich weitergeben. Ein Star ist für mich jemand, der da oben ist, um anderen den Weg zu leuchten. Ich weiß, dass Musik heilen kann.“

Wer Megalohs Album hört, wird ihm Recht geben. Unendlich. Endlich.

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