Nach den überwältigenden Erfolgen ihrer Alben „Hahnenkampf“ und „Sexismus gegen Rechts“ folgt am 3. Juni nun der neueste Streich mit dem schönen Sommermotto im Titel: „Urlaub fürs Gehirn“.

Im Endeffekt ist das vierte Album von Nico, Tarek, Maxim und DJ Craft aber das genaue Gegenteil von dem, was der Titel ankündigt. Denn K.I.Z. entlarven hier das Pathologische der Welt und stellen erbarmungslose Diagnosen, bis der Hörer plötzlich bemerkt, dass hinter der Süffisanz ihres Auftretens und ihrer Worthülsen eine bittere Pille steckt, die es zu schlucken gilt.

K.I.Z. verordnen mit „Urlaub fürs Gehirn“ eine Therapie, bei der einem schon mal das Lachen im Halse stecken bleiben kann. Wieder spielen sie mit  Erwartungen und Klischees, die durch bloße Übertreibung ad absurdum geführt werden.

Eine Übertreibung, die sich auch im Artwork des Albums findet, denn die vier Einzel-Cover spielen mit Referenzen an Stummfilmklassiker von Lang oder Murnau. Der Begriff Expressionismus wird jedoch im Artwork wörtlich genommen.

Das sehenswerte Video zum Titelstück „Urlaub fürs Gehirn“ zitiert ebenfalls die Bilderwelt des expressionistischen Stummfilms.  Auf der Homepage der Band ist es bereits zu sehen.

K.I.Z. haben sich mittlerweile  einen Status erarbeitet, niemanden mehr etwas beweisen zu müssen, ihren Platz in der Musiklandschaft haben sich die vier Berliner gesichert. Zahllose ausverkaufte Livekonzerte belegen dies eindrucksvoll.

Deshalb werden K.I.Z. im Sommer auf etlichen Festivals zu sehen sein, bevor im Hebst die große „Urlaub fürs Gehirn-Tour beginnt.

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