Sie hat uns ein Glashaus gebaut und später eine ganze Stadt. Mit ihrem neuen Album „Mir So Nah“, das am 29.04. bei Universal Domestic/Urban veröffentlicht wird, zeigt Cassandra Steen nun offen wie nie den Menschen hinter Deutschlands schönster Soulstimme.

Ganze 14 Jahre sind mittlerweile vergangen, seit die heute 31-jährige Stuttgarterin Cassandra Steen erstmals aktenkundig wurde. Damals als Featuregast im Freundeskreis, mitten in den Wogen des monströsen deutschen HipHop-Booms von 1997. Sie war das Mädchen mit der tollsten Stimme der Welt, zur rechten Zeit am rechten Ort. Und doch musste sie den ganz langen Weg gehen, um der Mensch zu werden, der sie heute ist.

Unzähligen Bands und Projekten hat Cassandra Steen über die Jahre ihre einzigartige Stimme geliehen. Sie hat dem deutschen HipHop den Soul gegeben – und ist zur Seele der deutschen Popmusik geworden. Auch davon handelt ihr neues Album: von Cassandra und wie sie sich selbst sieht. Das melancholische Moll der Anfangstage, das auch auf „Darum leben wir“ noch latent durchschimmerte, ist auf „Mir So Nah“ einer neuen Tonart gewichen. Einem satten, runden, strahlend hellen C-Dur.

Dieses neue Selbstbewusstsein hat freilich auch mit dem Erfolg der letzten 24 Monate zu tun. ECHO-Gewinnerin 2010 in der Kategorie “Künstlerin National Rock/Pop”, Platin für die Single “Stadt”, dem größten deutschsprachigen Radiohit 2009, Gold für das Album “Darum Leben Wir”.

Jetzt steht mit „Mir So Nah“ der Nachfolger bereit. Adel Tawil ist wieder mit von der Partie: Vier Stücke sind in engem künstlerischen Austausch mit ihm entstanden, darunter auch die erste Single „Gebt alles“, eine entwaffnende Ode an den Optimismus und den Wagemut, die am 01. April veröffentlicht wird. Hinzu kommt die fast schon obligatorische Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo, Cassandras großem Mentor, Wegbereiter und brüderlichen Freund. Insgesamt fünf Stücke hat Ruben Rodriguez im Namen der Naidoo Herberger Produktion zum Album beigetragen. Beats kommen zusätzlich von The Krauts aus Berlin, die im Dunstkreis von Peter Fox und Marteria gerade Deutschlands modernste Popmusik kreieren. Und dann ist da noch die Wiedervereinigung mit Moses Pelham. Exakt zehn Jahre nach ihrem ersten Zusammentreffen haben sich die beiden erneut für fünf Stücke zusammengetan, um gemeinsam Cassandras Soundvision von zeitgemäßem, tiefgehendem Uptempo-Soul umzusetzen. Und somit den Kreis zu schließen, in dem die Künstlerin und der Mensch Cassandra Steen komplett ineinander aufgehen – und dabei Zeilen von kristallklarer, kraftvoller Schönheit entstehen. Immer noch mit Seele. Immer noch mit Herz. Aber mit mehr Leidenschaft und Leben, als man je zu träumen gewagt hätte.

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