CASCADA dürfte mittlerweile wirklich jedem ein Begriff sein. Spätestens seit ihrem internationalen Erfolg mit dem Mega-Hit „Evacuate The Dancefloor“ (Gold) steht fest, Cascada spielen in der internationalen Dance-Szene ganz vorn mit. Sie haben etliche wichtige nationale als auch internationale Musikpreise gewonnen (u.a. 2007 den World Music Award), ihre Singles eroberten bereits unzählige Male die Pole-Position der internationalen Charts, und es gibt nur noch wenige Flecken auf der Welt, wo sie noch nicht auf Tour waren.

CASCADA – das sind die in Deutschland aufgewachsene Britin Natalie Horler und ihr Produzentenduo Yanou (Yann Peifer) und Manian (Manuel Reuter). Natalie ist die Tochter von David Horler, einem anerkannten Jazzmusiker und Arrangeur. Während ihrer musikalischen Entwicklung ließ sie sich jedoch mehr von Stars wie Mariah Carey und Whitney Houston beeinflussen, als von Daddys Posaune.

„Original Me“ das bereits vierte Studioalbum der erfolgreichen Dance-Formation, das innerhalb der letzten zwölf Monate entstanden ist. Darüber hinaus arbeitete Natalie mit dem R.I.O.s -Sänger Tony T. und Carlprit zusammen, mit dem sie schon den Megahit „Evacuate The Dancefloor“ aufgenommen hat. Mit der Absicht ihren typischen Dance – Sound auf dem neuen Album weiter zu entwickeln, experimentierte das Trio u.a. mit R&B-, Soul- und Rap-Einflüssen. Bereits der erste Single – Auskopplung des Albums merkt man das deutlich an. Sie heißt „San Francisco“ und ist ein energiegeladener, positiver Radio- und Club-Track, stark gekennzeichnet von R&B -Sound und dem sagenumwobenen 70ies Hippie-Flair.

Und auch der Song „Au Revoir“ hat  einem sehr experimentellen Sound – eine Art Girls-Hymne mit schonungslosen Lyrics, aber immer auch einem Augenzwinkern über die arrogante Männerwelt. In dem Song „Unspoken“ geht es um die unausgesprochenen Dinge im Leben, wie bsp. um das Beenden einer Beziehung ohne große Worte. Carlprit, der die Rap-Elemente dieses Tracks übernimmt, wird auch textlich zum passenden Gegenspieler von Natalies gewaltigen Vocals. Weitere orchestrale Elemente steigern die Dramaturgie des Songs zusätzlich.
„Night Nurse“ – ein Feature mit R.I.O. – beginnt mit massiven, düsteren Beats und avanciert zu einem eingängig-melodischen Chorus – sehr typisch für CASCADA. Und auch „Pyromania“ ist ein typischer CASCADA-Track – im wahrsten Sinne ein heißer, hochexplosiver und energiegeladener Track, der im Club wie ein Magnet jeden auf die Tanzfläche zieht. „Er ist großartig und es macht einfach riesigen Spaß diesen Song live zu performen“, erzählt die Sängerin.

Der Song auf den Natalie besonders stolz ist, ist „Original Me“. Textzeilen wie „You will never meet the original me…“ beschreiben die negativen Seiten des teilweise sehr oberflächigen Pop-Geschäfts, das oft keinen Raum lässt für Sensibilität und tiefe Gefühle. Doch auch diese finden Platz auf dem neuen Album: In dem Song „Enemy“, der eindeutig von Natalies souliger, gefühlvoller Stimme getragen wird, geht es um die oft unvermeidlichen Missverständnisse in Beziehungen. Mit Lyrics wie “How can I make you start believing, that I´m not the enemy…“ versucht Natalie in diesem nachdenklich-melancholischen Song deutlich zu machen, wie unterschiedlich ihre Sichtweisen sind.
Und auch bei „Hungover“ handelt es sich um ein melancholisches Liebeslied, welches das Ende einer Beziehung beschreibt.

Für allzu viel Gefühlsduselei findet sich jedoch kein Platz auf dem Album – spätestens mit „Sinner On The Dancefloor“ treffen wir auf eine Clubhymne mit massiven Beats, eingängigem Chorus und triolischen, rhythmischen Elementen, die Appetit auf ausgedehnte Party Nächte machen und wo jedem selbst überlassen wird, ob und wie er sündigt.

Und so ist „Original Me“ eine großartige Mischung aus großen Beats, eingängigen Melodien und absoluten Club-Krachern, die den Dancefloor mächtig aufmischen werden.

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