Familien und nicht für die Kirche. Wir hören und lesen es täglich. Menschen fühlen sich fremdgesteuert, neigen zur Isolation und suchen nach Sinnstiftung. Selten waren Berater und Seelsorger so gefordert wie jetzt. Und manchmal sind es einzelne Köpfe, die die Hoffnungen ganz vieler tragen…   Pater Anselm Grün ist einer der meistgelesenen deutschen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt und mehr als 16 Millionen Mal verkauft. Die Themen, mit denen sich der Benediktinerpater, Abteileiter, Referent und Autor befasst, umfassen alle Bereiche des Lebens, der Religion und Spiritualität. Sein Umgang mit den Themen unserer Welt und mit der Psyche des Menschen ist dabei aus gutem Grund alles andere als starr und traditionalistisch: „Es macht mich traurig, wenn ich sehe, dass die Menschen sich heute woanders auf die Suche machen als in der christlichen Welt, weil sie verletzt worden sind; weil es dort heißt: Du bist schlecht, Du bist ein Sünder. Gott wird als der strenge Gott verkündet. Das ist in meinen Augen eine Verfremdung der christlichen Botschaft.“ Und dass dieses Bild nicht seiner Philosophie entspricht, wird in den über 300 Büchern von Anselm Grün deutlich: Hier heißt Glaube Hoffnung, Zuversicht und Trost. Die Glaubwürdigkeit und Weltoffenheit des promovierten Theologen, der zudem auch studierter Betriebswirt ist und das Kloster Münsterschwarzach mit 100 Mönchen und noch einmal so vielen Angestellten leitet, und die Tiefe seiner Schriften machen Pater Anselm Grün zu einem Glaubens-Protagonisten außerordentlicher Dimension – und zu einem einzigartigen Medienmagneten. Talkshows, Diskussionsrunden, Portraits: Alles ist dem Seelsorger angeboten worden und einiges davon hat er auch wahrgenommen. Was jetzt kommt, ist allerdings neu: Am 11. März 2011 erscheint die erste Musik-CD mit Liedern, basierend auf Texten von Pater Anselm Grün: „Lebe dein Leben“. Auf dem Album „Lebe dein Leben“ erscheinen zehn Texte aus der Feder von Anselm Grün. Zwei davon, nämlich den begrüßenden und den beschließenden, trägt er selbst als Sprecher vor. Die restlichen Titel werden gesungen von Evelyn Vysher. Die Grazerin hat sich in den vergangenen Jahren als versierte und hochbegabte Sängerin, Moderatorin und Sprecherin hervorgetan und jetzt mit der Vertonung von Pater Anselms Schriften einen Herzenswunsch erfüllt. Ihr gelingt mit „Lebe dein Leben“ eine gefühlvolle und authentische Interpretation dieser Lebens-Lieder. Musikalisch verpackt in natürliche und lebendige Arrangements werden hier die vielen Farben und Facetten unseres Daseins zum Klingen und Schwingen gebracht. Zur Seite stand Anselm Grün und Evelyn Vysher dabei der aus Salzburg stammende Produzent und Komponist Klaus Moser. „Die Musik“, so Pater Anselm Grün, „öffnet Bereiche in der menschlichen Seele, die das reine Wort nicht zu erschließen vermag. Ich möchte mit meinen Worten die Sehnsucht und die Erfahrungen der Menschen ernst nehmen und bin Klaus Moser dankbar, dass er meine Worte in eine Form gebracht, die ihre musikalische Gestaltung erlaubt.“ So ist „Lebe dein Leben“ eine Produktion, die mit viel Liebe und großer textlicher und musikalischer Sorgfalt erarbeitet wurde – ein Hörgenuss, der täglich Freude bereiten, positive Gefühle aktivieren und wichtige Stationen des Lebens musikalisch begleiten soll: Taufe, Hochzeit, Krankheit, Trauer. Angesprochen werden außerdem genau diejenigen Bereiche des Lebens, die unseren ureigenen Bedürfnissen entspringen und uns trotzdem (oder gerade deshalb?) im Alltag so leicht abhandenkommen: Selbstbestimmung und Lebensfreude, Gelassenheit und Hoffnung. Das Vertrauen in die positiven Mächte, es schlummert in jedem dieser Worte und wahrscheinlich ist Pater Anselm Grün genau deshalb zu einem solchen Sympathieträger geworden: Er selbst verkörpert Sympathie. Und Empathie – die Fähigkeit, mit anderen zu fühlen. „Mir liegt es ferne, mit meiner Sprache Menschen zu bewerten. Ich möchte vielmehr ein Haus bauen, in dem sich andere zu Hause fühlen, in dem sie sein dürfen, wie sie sind, in dem sie ausruhen können, um sich dann wieder ihrem Alltag zuzuwenden.“ Was wäre eine schönere Verpackung für solche Botschaften als die Musik?

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar