"Nur in meinem Kopf" – die verzaubernden musikalischen Gedankenspiele des momentan angesagtesten Pop-Poeten Deutschlands bewegen aktuell die Nation. Was für ein Song! Zufall? Glück? Mitnichten! Der charismatische Künstler hat noch mehr davon in sein Langspielplattenfüllhorn geladen, das er diesem Freitag mit dem Titel „Staub und Fantasie" vor uns ausbreitet. Keine Frage: Andreas Bourani ist gesegnet mit allem künstlerischen Reichtum! Eine glasklare Stimme. Die Bühnenpräsenz eines alten Meisters. Das Gefühl für eine perfekte Melodie und die seltene Gabe, textlichen Tiefgang in dreiminütige Leichtigkeit zu überführen.

So außergewöhnlich die Talente des Andreas Bourani, so gewöhnlich begann vor 15 Jahren die musikalische Laufbahn des gebürtigen Augsburgers mit deutsch-ägyptischen Wurzeln. Er besuchte das musische Gymnasium, also musste ein Instrument her. Andreas verliebte sich in den Klang des Klaviers und seine Vielseitigkeit. Parallel sang er am Stadttheater in „Tosca" und „Die Zauberflöte". Die Bühne, das merkte er schnell, war sein natürlicher Lebensraum. Am Wochenende veranstaltete er auf dem Dachboden seiner Eltern Konzerte und Theateraufführungen für die Nachbarskinder. So kam es wie es kommen musste: Mit 17 hatte Andreas die Faxen gründlich dicke und tauschte die regelmäßigen Lernüberprüfungen gegen den guten, alten Rockstar-Traum ein. Einen Traum, an dem er trotz diverser Enttäuschungen und Umwege festgehalten hat. „Was ich die letzten zehn Jahre gemacht habe? Nichts als scheitern eigentlich!"

Heute kann Andreas Bourani lachen über jene Zeit, in der sich die Puzzleteile für ihn partout nicht zusammenfügen wollten. Einfach aber war es nicht immer. Er schrieb Songs, arbeitete mit verschiedenen Produzenten, meistens den falschen. Sogar eine Platte nahm er auf, die jedoch nie veröffentlicht wurde. Er zog nach Berlin, schrieb mehr Songs, arbeitete mit mehr falschen Leuten, machte mehr Fehler und betäubte die langsam aufkommenden Zweifel mit dem Hochgefühl einer perfekten Melodie, einer passgenauen Textzeile, eines packenden Beats. „In der Musik aufzugehen und etwas zu erschaffen, das hatte immer viel zu große Bedeutung für mich, als dass ich einfach hätte aufgeben können. Daraus habe ich meine Kraft bezogen. Das mag kitschig klingen, aber Musik war immer ein Zuhause für mich."

Jetzt lädt er uns auf den insgesamt 13 Stücken seines Debütalbums „Staub und Fantasie" in dieses sein Zuhause ein. Und wir haben uns selten auf Anhieb irgendwo so wohl gefühlt!

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